|
Goslarsche
Zeitung, 19. April 2011
Museum mit vielen
Möglichkeiten
Zinnfiguren
machen nicht nur die Goslarer Stadtgeschichte visuell erlebbar –
Neue Mappen für die Museumspädagogik
„Anschauen,
Lernen, Selbermachen“, dazu fordern die museumspädagogischen
Mitmach-Mappen des Goslarer Zinnfiguren-Museums auf. Sie wurden
von der Sparkasse Goslar/Harz finanziert, von den
Museumsmitarbeitern realisiert und bieten ein Füllhorn von
Möglichkeiten, sich im Museum sinnvoll und unterhaltsam zu
beschäftigen.
Insbesondere
Schulklassen profitieren von dem ansprechend verpackten
Sammelsurium an Anregungen und Informationen, aufgeteilt nach
Altersgruppen/Klassen. Mit den strukturierten Arbeitsvorschlägen
trägt das Museum unter der ehrenamtlichen Leitung von Antje
Baensch der Tatsache Rechnung, dass immer mehr Schulen die
Möglichkeit zu einer „besonderen Unterrichtsstunde“ in der
Lohmühle nutzen, die räumlich mehr Möglichkeiten bietet als der
alte Standort in der Münzstraße. „Der Umzug hat richtig Leben
ins Museum gebracht“, bestätigt Baensch.
Viel
für Kopf und Hand
Neben den
Möglichkeiten, sich über die Zinnfiguren unterhaltsam mit
Inhalten wie der Stadtgeschichte, aber auch mit Märchen und
Legenden zu befassen, gibt es Anregungen für den Dioramenbau und
die Bemalung der Zinnfiguren in der Schule oder zu Hause.
Zielgruppen sind insbesondere alle Grundschulklassen, die
Klassen 5 bis 8 der weiterführenden Schulen sowie der
Förderschulen. Die Realschule Hoher Weg habe die Mappen schon
dem Realitätstest unterzogen – und sei begeistert gewesen, freut
sich Baensch. An dem Tag, an dem die Sponsoren vom Gelingen des
Projektes überzeugten, war gerade die Klasse 5 a der Hauptschule
Kaiserpfalz mit ihrer Lehrerin Anja Richter eifrig bei der
Sache.
Geschichte erleben
"Goslarer Geschichte ist überall
nachzulesen, aber hier kann man sie sehen", sagte Michael
Schmidt ( Sparkasse). Neben dem Märchenquiz für Kinder gibt es
jetzt übrigens auch einen für Erwachsene, und der ist gar nicht
mal so leicht. Wozu passt der Satz: "Chirurgischer Eingriff
rettet Familie"? Sparkassen-Regionaldirektor Jürgen Voges weiß
die Antwort: "Der Wolf und die sieben Geißlein!" Aber: in
welchem Märchen führt ein Arbeitsunfall zu Volksmüdigkeit? Und
in welchem Märchen verhilft kräftiger Haarwuchs zu einem
Schäferstündchen? Die Antworten gibt es im Zinnfiguren-Museum.
Dort wurden am Sonntag neue Sonderausstellungen eröffnet
(Bericht folgt), außerdem gibt es eine neue Audio-Führung - also
viel auszuprobieren und anzusehen in den Osterferien. |